Bisher haben wir nur einen einzigen individuellen Nachweis des neuen Wolfsrüden GW5057m HW22 aus einer Losung zwischen Kälberbronn und Musbach. Woher das Tier stammt ist unbekannt.
Die Nutzung des Verkehrsunfallrehes bei Pfalzgrafenweiler ergab nur den Haplotyp HW22, der mit dem von GW 5057m übereinstimmt. Es könnte sich also um dasselbe Tier handeln.
In größeren Abständen gab es, neuerdings etwas häufiger, Hinweise (Losungen, bei denen das Untersuchungsergebnis noch aussteht, Kamerabilder), die darauf hindeuten, dass sich ein Wolf immer noch in der Gegend aufhält.
Ob es sich dabei um dieses Tier handelt, können wir nur über Genetikproben erfahren und beweisen, da man aus Fotos keine Individuen bestimmen kann.
Die aktuelle Schneelage möchte ich nutzen, Sie/Euch dazu aufzurufen, die Augen offen zu halten, ob sich irgendwo in Ihren Hegeringen Fährten, Losung, Kamerabilder etc. finden lassen. Ich möchte Sie/Euch bitten, diese Mail in Ihren Hegeringen streuen, viele Augen sehen viel.
Die typische Wolfslosung ist 3-4 cm dick, meist dunkel, enthält überwiegend Haare, auch Knochen- oder Schalenstücke; Länge unterschiedlich, aber meist über 20 -40 cm lang.
Sie liegt an prominenten Plätze wie mitten auf dem Weg, Kirrungen, Wegkreuzungen, manchmal erhöht auf kleinen Bäumchen.
Fotos nach Möglichkeit immer mit Maßstab (Meterstab, Feuerzeug etc.), damit die Größe für eine Erstbeurteilung besser geschätzt werden kann. Am besten ein Übersichtsfoto der Auffindesituation und dann Detailfoto mit Maßstab.
Bei dem Schnee bitte auf evtl. Fährten ohne Menschenbeteiligung (Urinmarkierungen an Wegkreuzungen) achten.
Mögliche Wildtierrissfunde untersuche ich gerne.
Vielen Dank für die Unterstützung!
Freundlich grüßt Sie
Peter Daiker
_________________________________________
Landratsamt Freudenstadt
Dezernat IV
Amt für Ordnung und Verkehr
Wildtierbeauftragter
Gebäude: Herrenfelder Straße 14, 72250 Freudenstadt
Telefon: +49 7441 920-5077







